Layment
Of Gods & Goats

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Los geht es wie man es anders von dieser Band kaum erwarten konnte. "Another Road" hat so ziemlich alles was man von Layment kennt. Der Refrain besticht dabei durch einen netten Wechselgesang zwischen Marosh und einem recht tiefen mehrstimmigen Männerchor. Es fällt auf, dass die Band nicht auf Nummer sicher geht und hier und da auch mal ungewöhnliche Rhythmen einstreut. Netter Einstieg.
"To The Ravens" ist ebenso wie der Opener eher in unteren bis mittleren Geschwindigkeitssegmenten unterwegs. In der Mitte wird es sogar sehr ruhig und bedächtig.
Das dritte Stück "The Seafarer" ist auch eher ruhig. Mir gefallen die Gangshouts im Refrain. Ansonsten ist diese Nummer relativ unscheinbar und der Stakkatogesang von Marosh in den Strophen ist sicherlich nicht jedermanns Sache.
"This Covenant" wird von einer getragenen Melodie und einem Schrei bzw. Fauchen eingeleitet, das man so von Layment nicht erwartet hätte. Danach geht es sehr zackig weiter. Wenn man vom Refrain absieht, etwas weniger typisch für die Band als das bisher gehörte.
Das folgende "Beauty Beast" beginnt ebenfalls eher getragen. Der Refrain ist auch wieder so wie man ihn erwarten würde: Episch und mit gezogenen Vocals.
Erfrischend flott geht es dann mit "Rejected Son" weiter. Fast möchte man sagen: Endlich nimmt die Scheibe Fahrt auf und das kommt auch keine Minute zu früh, war es bis auf "This Covenant" bisher doch eher ruhig. Die Vocals fallen aus dem Rahmen und klingen für Layment-Verhältnisse teilweise sehr rau.
"I am Kholossos" ist auch ein typisches Laymentgewächs. Ebenso eingängig wie die anderen Songs auf der Platte geht er nahtlos in das folgende "Of Gods & Goats" über.
Der Titeltrack ist leider auch der Song auf dem Album, der bei mir nicht so recht zünden will. Wieder im Mid-Tempo und mit sehr getragenem Refrain zieht er sich in die Länge. Hier hätte etwas mehr Abwechslung sicherlich nicht geschadet.
Und nun wird es endlich so richtig balladesk. "Homewards" ist die obligatorische Powerballade. Da das Album aber insgesamt recht ruhig ausgefallen ist, fällt diese nicht sonderlich auf.
Das abschließende "Long Lost Forever" dürfte einigen bereits von der gleichnamige EP die die Band letztes Jahr veröffentlicht hat, bekannt sein. Als Abschluss des Albums sicherlich keine schlechte Wahl, bringt es doch einige der Trademarks dieses Albums nochmal auf den Punkt.
Man sagt, dass das dritte Album die "Make it or break it"-Scheibe sei. Ich weiß nicht, ob es wirklich zum Make it! reicht. Auf der Haben-Seite sind auf jeden Fall die teils mehrstimmigen Vocals zu finden. Auch die Instrumentalisten geben eine gute Figur ab. Auch wenn es für mich in den meisten Songs etwas mehr Gitarre und dafür etwas weniger Vocals hätten sein dürfen. Wobei man sagen muss, das man einen Sänger wie Marosh auch nicht hinter den Instrumenten verstecken sollte. Leider haben einige Songs auch ein paar Längen die vermeidbar gewesen wären (Titeltrack, "The Seafarer").
Ein insgesamt gutes, wenn auch eher ruhiges Album, dass aber leider an die Debüt-Großtat "Declaration" nicht heranreicht. Gegenüber dem Vorgänger "Traces" gewinnt diese Scheibe aber auf jeden Fall.
Man bekommt größtenteils typische Layment-Kost serviert (besonders in den Refrains). Und hier liegt auch das Problem: Die Band traut sich an den meisten Stellen zu wenig und geht meist zu sehr auf Nummer sicher. Das ist nicht übel und dürfte den Fans schmecken. Ob man damit aber viele neue erreicht bleibt ab zu warten.
7/10 Punkte
Layment: www.layment.com

Geschrieben von Hoschi am 28.04.2014
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