Cryptic Lane
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So geht es gleich schon mit "Kill The Oppession" hochmelodisch los. Der Song ist so etwas wie der Titeltrack des Albums und wird von Keyboardharmonien unterlegt.
Ein wenig heftiger startet das folgende "Breaking Out". Der Rhythmus geht in die Beine und die Vocals passen perfekt zum Song und weisen hier und da ein wenig US-Pop-Rock-Attitüde auf (was im Übrigen für alle Songs gilt). Muss man nicht mögen, kommt im Kontext aber nett rüber.
Mit "Never Enough" ist den Jungs ein echter Ohrwurm gelungen. Für harte Metaller wie mich (hüstel) ist es schwer es zuzugeben: aber man kann kaum anders als den Refrain spätestens beim zweiten Mal mit zu singen. Sehr eingängig und gut gemacht. Mich nerven nur die Keyboardeinsprengsel im Refrain ein wenig. Würden sie fehlen, würde das dem Song keinen Abbruch tun. Im Gegenteil: Ich könnte mir vorstellen, dass er ohne sie sogar noch zwingender wäre. Die Klampfen drücken hier bisher am meisten.
"Time For Myself" fügt sich prima ein. Das Hauptriff ist wieder sehr eingängig und durchdacht und auch der Refrain setzt sich wieder im Ohr fest.
Nun wird es mit "Someone Who Wasn't Me" etwas nachdenklicher. Die Strophe kommt gefühlvoll daher und steigert sich in der Bridge zum Refrain nur noch weiter in noch emotionalere Sphären. Schöner Song der ans Herz geht.
Und wieder startet ein Song vergleichsweise hart nur um dann in der Strophe mit Akustikgitarren zu überraschen. Der Refrain kommt wieder mit Keyboardsupport und eingängig daher. Passt perfekt zum restlichen Album. Der Refrain wird am Ende ein paarmal wiederholt und ist natürlich jedesmal etwas höher gesungen. Schlageralarm!
Ganz ohne E-Gitarren kommt "Dream Of You" aus. Ja, eine Akustikballade in der uns Sänger René verrät, dass er an die wahre Liebe glaubt. Sehr soft, sehr gefühlvoll, sehr unnötig. Aber ich steh halt auch nicht auf Balladen (außer Nachts um drei nach viel zu viel Bier).
Deutlich härter und für meinen Geschmack auch sehr viel besser startet das folgende "The Final Call". Endlich mal kein Herzschmerz sondern Rock'n'Roll und ja.. was höre ich da? Fast schon thrashig gespielt Breaks. Nicht wirklich repräsentativ, trotzdem mein Anspieltipp und Lieblingssong auf der Scheibe. Neben dem härteren Opener "Kill The Oppression" der härteste Song der Scheibe. Der Track ist auch schon der letzte. Es folgt nur noch ein Radio-Edit von "The Light Deep Insight".
Die Grundstimmung des Albums ist weniger Party als Herzschmerz. Die Produktion von Mike Krush drückt und ist sauber und transparent. Für ein Rockalbum vielleicht schon ein wenig zu clean, für eine Popscheibe aber genau das Richtige. Cryptic Lane sind nicht Fisch und nicht Fleisch. Sie sind sehr poppig, rockig und bissweilen auch ein wenig gefällig (Never Enough). Die Gitarren kommen teilweise sehr metallisch rüber, der Gesang ist aber Radio-Rock pur. Genauso auch die Arrangements: Kein Song bricht aus dem Strophe-Refrain-Schema aus. Und so steckt man irgendwo zwischen Melodic Metal und Hard Rock. Das muss aber absolut nicht schlecht sein und die Band fühlt sich hier hörbar wohl. Das macht sie aber für die einen zu soft und für die anderen vielleicht zu hart. Ohrwurmrefrains sind jedenfalls garantiert.
7/10 Punkte
Cryptic Lane: www.facebook.com/crypticlane

Geschrieben von Hoschi am 12.06.2013

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