Endzeit
Selbst gemacht!

Rechts: Gesprächspartner Thomas. (Danke für das Bildmaterial)
Rechts: Gesprächspartner Thomas. (Danke für das Bildmaterial)
Eternalconcert: Hallo Thomas! Danke, dass du dir die Zeit nimmst mir ein paar Fragen zu beantworten. Stell dich und das Endzeit-Team doch mal kurz vor.
Thomas: Wir sind eine kleine Szene-Eckkneipe aus dem Rock/Metal Genere, zu Hause im Herzen des Ruhrpotts, genauer gesagt in Essen-Altenessen. Wiedereröffnet wurde die Endzeit am 02. September 2011 durch Christian „Speesy“ Giesler (Kreator) und René Leske. Ein halbes Jahr später stieß Thomas (Tom) van Fürden zur Mannschaft, dann kam ich dazu und als letztes Mitglied in der Endzeit-Familie durften wir Andreas „Lacky“ Lackaw (Darkness/Eure Erben) begrüßen.
Eternalconcert: Was erwartet jemanden der noch nicht in eurem Laden war? Was macht das Endzeit aus?
Thomas: Gute Musik aus den Bereichen Rock und Metal, eine sehr gemütliche Atmosphäre und die einzig wahren „Shots“ der Szene, unsere Eigenkreationen „Koppkiller“ und „Red Burner“. Wir gehören selbst alle lange Jahre der Szene an und dementsprechend ist unsere Musikauswahl. Wir haben mit dem ganzen Sub-Genre Quatsch nix am Hut. Bei uns gibt es zwei Schubladen mit Musik: eine für gute und eine für schlechte. Aus den guten bedienen wir uns. Bei uns kommt wirklich jeder Gast auf seine musikalischen Kosten. Von Rock'n'Roll bis Grindcore kann Dir bei uns alles passieren.
Eternalconcert: Profitiert ihr deiner Meinung nach von dem Namen? Das Endzeit war in grauer Vorzeit ja mal andernorts DIE Anlaufstelle für Metaller im Ruhrpott.
Thomas: Das stimmt. Die Endzeit wurde von Peppi Dominik alias Grave Violator (ex.Sodom/Wortmord) in unmittelbarer Nähe zum Schloss Horst und dem Metal-Laden der 80er Jahre, dem Mephisto sehr Erfolgreich betrieben. Das war damals der Treff für bekannte und weiger bekannte Musiker aus der Region. Ich glaube schon, dass wir ein wenig von dem Namen profitieren, aber der Erfolg der heutigen Endzeit ist größtenteils selbst gemacht. Wir versuchen mit vielen kleinen Events wie z.B. CD-Release-Partys oder After-Show-Partys nach diversen Veranstaltungen hier in der Gegend das Interesse der Leute zu wecken.
Eternalconcert: Warst du früher selber Gast im alten Endzeit? Ich selber war nie da, weil ich einfach zu spät geboren wurde.
Thomas: Nein, ich war leider auch nie da. Meine Mitstreiter sind aber alle schon so lange in der Szene aktiv, dass Sie auch die „alte“ Endzeit noch aus persönlicher Erfahrung kennen. Die Geschichten von dort sind legendär
Eternalconcert: Wie unterscheidet sich das neue vom alten Endzeit?
Thomas: Durch die Zeit. Die frühere Endzeit spiegelte das Lebensgefühl der 80er wieder. Die Ur-Endzeit war zu 99% eine reine Metal-Kneipe. Wir haben uns musikalisch viel breiter aufgestellt. Wir tragen ja auch den Namenszusatz „Rock & Metalkneipe“. Wir richten hier Rock'n'Roll oder auch Gothic-Stammtische aus. Aber im Grunde ist die Endzeit immer noch die Endzeit.
Eternalconcert: Ich selber habe ja vor Kurzem mit meiner Band eine Releaseparty bei euch gefeiert. Danke erstmal für den geilen Abend! Eine Woche danach kamen Sodom und haben das gleiche gemacht. Wollt ihr mehr solcher Veranstaltungen im Haus haben? Mit anderen Worten: Sollen sich die zahlreichen kleineren Bands die das hier lesen werden bei euch melden?
Thomas: Natürlich kann sich jede Band mit Ihrem Material bei uns für eine Release-Party bewerben. Wir wollen ja Anlaufstelle für die hiesige Musikszene sein. Das ist aber noch keine Garantie, dass wir das auch ausrichten. Professionalität im Songwriting und den musikalischen Fähigkeiten sollte vorhanden sein. Da haben wir einen gewissen Qualitätsanspruch. Alle Einsendungen werden erst mal intern gehört und bewertet. Schafft das Material die interne Messlatte steht einer Release-Party bei uns nichts mehr im Wege.
Eternalconcert: Was liegt in nächster Zeit bei euch an Specials an?
Thomas: Am 08. Juni 2013 starten wir unsere UNDERGROUND meets Endzeit Reihe. Wir wollen der riesigen UNDERGROUND Szene im Ruhpott eine regelmäßige Bühne bieten. An diesem Abend können die Bands Ihr Musik mitbringen, die dann in der Endzeit gespielt wird. Am ersten Abend steht Jan von Erzfeint an den Turntables und sorgt für den richtigen Sound. Am 14. Juni 2013 legen Lacky (Darkness/Eure Erben) und Bony (ex. Japanische Kampfhörspiele) bei uns auf. Am 22. Juli gibt es eine Re-Release-Party. Das erste Darkness Album „Death Squad“ wird in Langrille (LP) neu aufgelegt. Ein richtiges Highlight für jeden Thrash Fan. In weiterer Planung sind kleinere Underground-Konzerte mit lokalen Bands, Endzeit Event-Partys mit bekannten Musikern an den Reglern die den ganzen Abend auflegen und für Stimmung sorgen.
Eternalconcert: Die Burg in Dortmund hat vor Kurzem ihre Türen endgültig geschlossen. Merkt ihr von solchen Änderungen in der Kneipenlandschaft etwas? Kommen Gäste die vorher vielleicht in die Burg gegangen wären nun zu euch?
Thomas: Das kann ich dir nicht sagen. Ich frage meine Gäste ja nicht nach ihrem Ausweis. Ich finde es aber sehr schade, dass immer mehr Lokale unserer Szene schließen müssen. Irgendwie geht dadurch ja auch ein Stück Kulturgut des Ruhrgebiets verloren.
Eternalconcert: Ich hab neulich beobachtet wie sich vor einer Szenekneipe um ca. 0.00 Uhr mehr Gäste draußen als drinnen befanden. Das lag an dem neuen Nichtraucherschutzgesetz das alle Raucher und natürlich auch alle die deren Gesellschaft genießen wollten nach draußen zwang. Das wird mit Sicherheit über kurz oder lang zu Problemen mit den Nachbarn führen. Wie geht ihr mit dem neuen Nichtraucherschutzgesetz um?
Thomas: Wir sind gute Staatsbürger und halten uns natürlich an die geltende Gesetzeslage. Dass es im Außenbereich über kurz oder lang natürlich zu Spannungen kommen wird, ist uns auch klar. Aber wir hoffen da auf die Vernunft unserer Gäste, sich vor der Endzeit entsprechend Rücksichtsvoll zu benehmen.
Eternalconcert: Unter euren Stammgästen befinden sich einige mehr oder weniger bekannte Gesichert. Wen kann man bei euch hin und wieder antreffen?
Thomas: Bei einem sehr bekannten Gesicht kann man sogar sein Bier bestellen. Speesy ist als Mitinhaber unserer kleinen Kneipe natürlich häufiger bei uns an zu treffen. Gary Meskil (ProPain) war bei uns, genau wie David Vincent (Morbid Angel) oder die Jungs von Napalm Death. Auf der letzten Kreator Europatour hatten wir den kompletten Tourtross an Ihrem Day-Off bei uns zu Gast. Tom Angelripper (Sodom/Onkel Tom), Thorsten Toto Hein (Savage Circus), Peppi Dominik (ex. Sodom/Wortmord) sind auch öfters bei uns. Aber alle aufzuzählen würde hier den Rahmen sprengen. Es sind immer mal wieder bekannte Gesichter da.
Eternalconcert: Okay, danke für das Gespräch! Abschließend noch: Ihr macht auch das Endzeit-Festival in der Zeche Carl ums Eck. Was kannst du uns zur diesjährigen Ausgabe sagen?
Thomas: Also hier muss ich doch mal klarstellen, dass das Festival zwar den gleichen Namen trägt wie unsere kleine Kneipe, ansonsten aber Peppis Baby ist. Er veranstaltet das in Eigenregie und wir stellen die Räumlichkeiten und das Personal für die anschließende After-Show-Party. Wir überlegen, ob wir das ganze enger verzahnen, aber da sind wir noch in der Findungsphase. Die Planung für das kommende Endzeit-Festival laufen auf Hochtouren, es wird wieder ein Event, das die eine oder andere Überraschung bereit hält. Mehr kann ich jetzt noch nicht verraten.
Endzeit Rock & Metalkneipe: Krablerstraße 2, 45326 Essen, Telefon: 0201 / 75 99 80 46
Endzeit: www.endzeit-metalkneipe.de

Fragen von Hoschi am 14.05.2013
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